Pfarrkirche Herz Jesu

Geschichte

Nach dem Gemeinderatsbeschluß vom 30. Mai 1930, nun doch endlich dem Bau der Herz-Jesu-Pfarrkirche (direkt hinter der Notkapelle) zuzustimmen und dafür 2.000.000 Franken bereitzustellen - der Staat bewilligte seinerseits ein Subsid von 600.000 Fr. -, hatte nämlich der Kirchenbauverein von Herz Jesu (Präsident: Dr. Henri Origer) die Ausführung der Arbeiten übernommen. Zu den bisherigen Grundstücken (l. erworben 1914 von den Eheleuten Francois Muller-Schmit; 2. 1915 von J.-P. Weiss-Olinger; 3. 1917 von J.-P. Kayser-Ries, mit 1930 vorgenommenem Tauschakt zwischen Prosper Colling und Stecker-Scheer Nachf. Paul Lazzeri-Zeimet sowie Wiltgen; 4. 1923 von J.-Pierre Claude) wurden sofort noch zwei Häuser mit Gärten von Jean Salentiny erworben und ein Pläneausschreiben für die neue Kirche veranstaltet. Es gab 22 Konkurrenten, von denen 18 verschiedene Entwürfe zurückbehalten wurden. Januar 1931 ging Architekt Jean Deitz-Kintzele aus Esch als Sieger hervor. Am 18. März 1931 genehmigte die Gemeinde den Plan; anschließend wurde der Bau ausgeschrieben und dessen Ausführung den Gebrüdern Anton und J. Crolla von Esch als den billigsten von zehn Submittenten anvertraut. Die Grundsteinlegung fand am 12. Juli 1931 nachmittags statt; morgens war Firmung in St. Joseph für die Firmlinge der drei Stadtpfarreien gewesen. Januar 1932 war der Rohbau fertig, Februar ging es mit den Dachdeckerarbeiten zu Ende.
Inzwischen waren die Fenster vergeben worden, zum Teil an die Firma Binsfeld aus Trier, zum Teil an die beiden inländischen Firmen Linster aus Mondorf und Schock aus Luxemburg. Für die großen Kirchenfenster waren folgende Darstellungen vorgesehen: im Chor: Longinus durchbohrt die Seite des Heilandes und die Einsetzung der Eucharistie; auf der Frauenseite: Agnes-Cäcilia-Theresia von Lisieux - Barbara - Jesus und Magdalena - Maria Alacoque - Katharina von Siena - Clara - Elisabeth; auf der Männerseite: Tarcisius - Laurentius - Aloysius - Georg - Jesus der Kinderfreund -Petrus Canisius - Antonius - Franziskus - Don Bosco. In den kleinen runden Fenstern der Seitenschiffe wurden die Stationen angebracht und sechs blieben ohne Figuren. Ende März 1932 hatten fast alle Fenster einen Stifter gefunden.
Am 26. Juni 1932, fand die feierliche Weihe der neuen Glocken statt. Sie wogen je 2.500, 1.300 und 700 kg und waren, mit den Tönen do mi sol, in der Giesserei Mabilon & Cie in Saarburg angefertigt worden........ ( aus "Das andere Esch")